Hallo ihr Lieben,
Ihr habt ja schon mitbekommen das hier ein großes Fest bevorsteht. Und das mein Kleid dafür nicht lieferbar war und das es mir alles zu eng wurde mit der Beschaffung und das ich die Nase voll hatte und ich gesagt habe mach ich selbst.
Und nein, Tochterkind heiratet ja nicht irgendwie sondern besonders, mittelalterlich schottisch, die Trauung wird in einer Burg stattfinden. Und die Feier am Abend im September... Es wird kalt. Also brauchte ich auch noch eine warme Jacke. Passend zu Zeit natürlich.
Genäht habe ich nach diesem Schnitt. Ja, ich weiß Outlander ist zwar nicht mehr wirklich Mittelalter aber habt ihr schon mal Highlander gesehen, seine erste Frau, die trägt genau so eine Jacke. War wohl länger modern der Schnitt. 😉
War schwierig zu beschaffen: Achtung könnte als Werbung durchgehen, ich will aber nur zeigen womit ich gearbeitet habe. Und nein, der Rock ist nicht im Schnitt enthalten.
So viele Teile hab ich noch nie zuvor in einem Kleidungsstück verarbeitet und ja, ich habe gemogelt. Es ist kein Loden wie er im Mittelalter getragen wurde sonder ein feiner wärmender Jerseymantelstoff der wie Loden aussieht. Das ganze doppelt, auf die Verstärkung und auf das Stäbchenband das eingearbeitet werden sollte hab ich verzichtet auf das Futter auch. Dafür aber den Stoff doppelt.
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| Anprobe und anpassen. |
Die Anleitung hab ich ziemlich schnell in die Ecke geschmissen. Mir war es nicht verständlich warum ich erst den Jackenteil füttern sollte und dann die auch schon gefütterten Ärmel einsetzten. Ich hab die Jacke auf moderne Art genäht. Also praktisch zwei Jacken und die dann verstürzt. Hat super geklappt.
Die Ärmel hab ich so ab auch viel besser nähen können, vor allem die Länge anpassen. Das Schößchen und die Biese waren nur an einer Jacke. So konnte ich auch am Ärmel und unten an der Jacke einen sauberen Abschluß nähen. Einfach umschlagen und von Hand gegennähen.
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| Die letzte Naht mit der Maschine |
Jetzt ist sie fertig und wartet auf ihren großen Auftritt.
Einen Kragen hat sie nicht. Das ist nur ein Einstecktuch aus den gleichen Stoff wie die Biese und die Ärmelmanschetten. Jawohl, die Ärmel habe ich verlängert. Diese halben Ärmel waren bestimmt praktisch beim Brotbacken im Mittelalter aber wenn ich Brot backe ziehe ich die Jacke aus. 😉
Hier mal die ganze Montur. Und ja natürlich ziehe ich dazu noch Stiefel an.
Und schaut Mal die Haare wachsen wieder.
Die ganze Jacke darf nicht mitspielen beim Herbsthandarbeitsbingo. Die habe ich ja schon vorwiegend im August genäht.
Aber, die Haken und Ösen die hab ich am Sonntag angenäht.
Himmel, was das ein Akt, schlimmer als jede Lieselei, und das so hin zu bekommen das die Jacke vernünftig schließt, nicht aufsperrt. So sind eben die Haken und Ösen sichtbar.
Übrigens weiß ich jetzt auch warum die Damen immer Hilfe brauchen beim Anziehen.😜
Der Rock ist ja schon länger fertig. Post kommt noch. Die Zeit war knapp, darum war ich etwas schreibfaul. Aber in diesem Post ja wird mir das jetzt zu lang.
Also gibt es ein Kreuz für "etwas von Hand (an)nähen."
Also, der Anfang ist gemacht.
Liebe Grüße, Marita
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